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AKTUELLES 2005 |
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Erntedankgaben in der Kirche Bieren für Aidswaisen
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1+3=4 oder wo Geld gut angelegt ist
Jesu Erzählung vom reichen Kornbauern und seine Mahnung nicht nur in Scheunen, Häusern, Säcken, auf Konten oder in unseren Erinnerungen die Erträge unseres Leben zu sammeln, standen im Mittelpunkt der diesjährigen Erntedankgottesdienste in der Kirche Bieren. (Siehe unter Bilder: Familiengottesdienst Bieren 2005) Wer ist reich bei Gott, war die Frage, auf die Jesus antwortet: „Wer frei ist, das Eigene loszulassen, wer schenken kann - in dem Vertrauen, dass Gott für ihn sorgt. Wer in Dankbarkeit gegenüber Gott abgeben kann, von dem was ihm gegeben ist.
Und das waren nicht wenige! 689,12 € kamen in den Gottesdiensten für ein Projekt der Kindernothilfe zusammen. Und dazu kommt, dass für dieses konkrete Projekt für Aidswaisen in Malawi, die Kindernothilfe öffentliche Zuschüsse von der europäischen Kommission und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung bekommt. Und zwar im Verhältnis 1+3=4. Das heißt aus jedem Euro, der für die Kinder gespendet wurde, werden 4 Euro. So genommen werden 2756,48 € diesem Projekt der Kindernothilfe zu gute kommen.
Das Projektgebiet liegt in der ländlichen Umgebung von Domasi im Süden Malawis. Die meisten Malawier arbeiten als Kleinbauern für den eigenen Unterhalt. Durchschnittlich 16 Prozent der Erwachsenen zwischen 15 und 49 Jahren sind inzwischen HIV-positiv. Damit hat Malawi eine der weltweit höchsten Infektionsraten. Das Virus trifft vor allem die Generation im erwerbsfähigen Alter. Zurück bleiben Großeltern und Kinder. Wenigstens jeder vierte Haushalt ist direkt durch den Verlust eines Angehörigen von HIV/Aids betroffen.
Konnten in der Anfangsphase der HIV/ Aids-Ausbreitung die Großfamilien die Waisen noch aufnehmen, ist die Belastung für die Verwandten mittlerweile oft zu groß geworden. In vielen Dörfern machen Aidswaisen bereits 10 Prozent der Bevölkerung aus, Tendenz steigend. Ihre Haushalte werden von älteren Geschwistern geführt, die nicht mehr zur Schule gehen, weil sie sich um die Familie kümmern müssen.
Die Kindernothilfe versucht, die Dorfgemeinschaften instand zu setzen, dass sie zukünftig selbst für die Waisen in ihrem Dorf sorgen können. Dafür erhalten sie Saatgut und Dünger. Parallel dazu bilden Mitarbeiter die Menschen in organischem Landbau aus und bringen ihnen bei, Samenbanken aufzubauen und Setzlinge anzupflanzen.
Besonderes Augenmerk liegt auf den ärmsten Waisen und Familien, die von Aids oder anderen chronischen Krankheiten betroffen sind. Der Ansatz beinhaltet Vorschulerziehung für alle Kinder unter sechs Jahren, Nahrungsmittel für die im Dorf lebenden Waisen, Aufklärung der Bewohner über HIV/Aids, sowie Einkommen schaffenden Maßnahmen für Erwachsene und ältere Jugendliche. Die Bewohner richten eine Kindertagesstätte für alle Kinder unter sechs Jahren ein. Entweder nutzen sie vorhandene Räume wie die Kirche, oder sie bauen neue Gebäude. Die Kinder lernen hier Sozialverhalten, Sauberkeit und Hygiene. Ihr Gesundheitszustand wird überprüft und sie erhalten regelmäßige Mahlzeiten.
(Gerhard Tebbe, 3. Okt. 2005)
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Windstärke 8: Bach meets Beatles
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Michael-Kirche-Westkilver Samstag, 17. September 2005, 19:30 Uhr
Eintritt frei!!
Konzert für Bläser und Orgel mit Werken von: Bach, Brahms, Strauß, … Nijs, Crespo, Beatles.
Bläser : Ronja Fuchs, Benedikt Fuchs, Wolfgang Fuchs, Lars Heller (Trompete) Sabine Beba, Gerd Petrick (Posaune), Jörn Heller (Tuba).
Orgel : Annette Petrick
Am Ausgang wird eine Spende zur Deckung der Kosten erbeten.
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Presbytertreffen Rödinghausen / Westkilver
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Am 16.9.2005 trafen sich Presbyterinnen und Presbyter aus den Kirchengemeinden Rödinghausen und Westkilver zu einem gemütlichen Beisammensein im Goßnerhaus in Bruchmühlen. Dazu eingeladen hatten die Kilveraner. Ein freundlicher Hinweis „Herzlich willkommen“ wies allen den Weg in den Kaminraum, den die Gastgeber einladend hergerichtet hatten. Ein flackerndes Kaminfeuer, sowie leckere Speisen und Getränke sorgten für eine angenehme Atmosphäre. In einer Vorstellungsrunde äußerten alle Teilnehmer ihre Erwartungen bezüglich der zukünftigen Zusammenarbeit zwischen beiden Kirchengemeinden. Dabei wurde vielfach die Ansicht zum Ausdruck gebracht, dass die Gespräche darüber behutsam und ohne Druck erfolgen sollten. Positiv hervorgehoben wurde die gute Kooperation in der Jugendarbeit und der Kirchenmusik. Viele anregenden Gespräche wurden geführt beim gemeinsamen Essen. Alle waren am Ende der Meinung, dass dieses Treffen, das vor allem dem gegenseitigen Kennenlernen diente, sich gelohnt habe und auf jeden Fall bald, evtl im Frühjahr 2006, wiederholt werden sollte.
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"Plattduitsck gistern un vandage"
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Am 11. September 2005 findet im Gemeindehaus in Schwenningdorf ein überregionales Treffen plattdeutscher Kreise Ostwestfalens mit Pastor Dullweber und Pastor Dr. Kröger statt. Es beginnt um 15.00 Uhr und steht unter dem Thema: „Plattduitsck gistern un vandage“. Dr. Hein Kröger ist bekannt geworden durch die Erforschung der plattdeutschen Sprache in der Kirche. Inzwischen hat er drei dickere Buchbände darüber veröffentlicht; er ist der Fachmann auf diesem Gebiet. Auch die Werke von Erwin Möller werden von Dr. Kröger lobend in seinem Werk erwähnt. Wir freuen uns, dass er an diesem Nachmittag bei uns zu Gast ist und zu dem Thema „Plattduitsck gistern un vandage“ referieren wird. Alle Freunde der plattdeutschen Sprache sind herzlich zu diesem Nachmittag eingeladen.
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Waldgottesdienst am Nonnenstein
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Am Sonntag, den 4. September 2005 um 10.30 Uhr wollen wir zusammen mit der Kirchengemeinde Westkilver und dem Forstverband einen Waldgottesdienst am Nonnenstein feiern. Der Posaunenchor wird den Gottesdienst musikalisch begleiten. Im Anschluss an den Gottesdienst besteht dort die Möglichkeit zu einem Imbiss.
Der Fußweg vom Parkplatz des Rödinghausener Friedhofs bis zum Nonnenstein wird für Ortsfremde ausgeschildert. Der Weg zum Nonnenstein kann je nach gewähltem Weg und Marschtempo bis zu 45 Minuten dauern. Wer sich nicht allein auf den Weg machen möchte, kann sich unserer Gruppe anschließen. Wir treffen uns dazu am Parkplatz des Friedhofs, um uns um 9.30 Uhr gemeinsam auf den Weg zu machen.
Für Gottesdienstbesucher, die sich den ganzen Fußweg zum Nonnenstein nicht zutrauen, wird ein Fahrdienst eingerichtet. Wer ihn in Anspruch nehmen möchte, melde sich bitte vorab im Gemeindebüro. Der Pendeldienst fährt ab 9.30 Uhr vom Haus an der Kirche zum Kamm des Wiehengebirges. Von dort sind es noch etwa 10 Minuten mit einer leichten Steigung auf dem Kammweg zum Nonnenstein.
Nur bei schlechtem Wetter (stärkerem Regen) wird der gemeinsame Gottesdienst unserer Kirchengemeinden um 10.30 Uhr in der Bartholomäuskirche stattfinden.
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100 Jahre Frauenhilfe Bieren
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3. Juli 2005
100 Jahre Frauenhilfe Bieren – Dono
„Sichtbar – Unverzichtbar“ feiert die Frauenhilfe Bieren - Dono am 3. Juli 2005 ihr 100-jähriges Bestehen.
1899 entstand in Potsdam durch die Initiative der Kaiserin Auguste-Viktoria die Frauenhilfe des Evangelisch-Kirchlichen Hülfsvereins. Ziel dieser Frauenorganisation war es, die in Preußen schon bestehenden Frauenvereine zusammen zu schließen und einen weiteren Teil der evangelischen Frauenwelt zu „Praktischer Liebestätigkeit“ in ihren Gemeinden zu gewinnen.
1906 wurden in Witten/Ruhr der „Provinzialverband der Westfälischen Frauenhülfe“ gegründet, in den sich 75 von 91 schon bestehenden Frauenvereinen zusammen-schlossen (heute Landesverband der Evangelischen Frauenhilfe e.V. mit Sitz in Soest).
Leider sind Aufzeichnungen aus vergangenen Zeiten, unsere Frauenhilfe betreffend, sehr spärlich. Langjährige Mitglieder der Frauenhilfe Bieren erinnerten sich, dass ihre Großmütter und Mütter Mitglieder in der Frauenhilfe waren und schon Beiträge bezahlt hatten. Genannt wurde der Name „Lina Buntemöller“. Sie war die treibende Kraft, dass sich Frauen aus dem Schulbezirk Dono im Klassenzimmer der Donoer Schule trafen um praktische Hilfstätigkeiten zu planen und durchzuführen. Wichtig waren aber auch Andachten mit Gebet und Singen. Die Tätigkeiten des Hülfevereins waren:Strümpfe stricken für Waisen und Arme und Behinderte in Wittekindshof (die Wolle dafür wurde mit Geldspenden bezahlt)
Familienhilfe in kinderreichen Familien nach der Geburt eines Kindes (kochen und Wäsche waschen)
Krankenbesuche und falls nötig auch Nachtwachen am Krankenbett um Familien-angehörige zu entlasten. Nachtwachen wurden immer von 2 Frauen gemeinsam geleistet.Die Frauen aus dem Schulbezirk Bieren trafen sich im Klassenzimmer der Bierener Schule an der Kirche. Die Zusammenkünfte fanden somit getrennt für Dono und Bieren statt und wurden von den Frauen der diensthabenden Lehrer geleitet, Frau Keiser und Frau Vahle in Dono, Frau Gronenberg in Bieren. Das wurde von den heutigen Mitgliedern der Frauenhilfe, in deren Familien Frauenhilfsmitgliedschaft Tradition ist, berichtet.
Ab 1933 konnte die Frauenhilfsarbeit nur eingeschränkt durchgeführt werden. Es war verboten, die Schulräume zu benutzen. Man traf sich abwechselnd in den privaten Wohnzimmern der Mitglieder. Nachdem Lehrer Vahle in Dono versetzt, und Lehrer Gronenberg in Bieren 1936 in den Ruhestand verabschiedet wurde, entfiel die Betreuung der Frauenhilfen durch die Ehefrauen der Lehrer. Schwester Elfriede (Diakonisse) und Frau Beckmann (Ehefrau des damaligen Pastors der Gemeinde) übernahmen die Leitung. Nach Kriegsende wurden 1946 die beiden Frauenhilfsgruppen aus Bieren und Dono zur Frauenhilfe Bieren vereint.
1951 wurde in Bieren der Wunsch nach einem Pfarrhaus mit Konfirmandensaal Wirklichkeit. Ende 1951 konnte Pastor Clausen, der seit 1946 Pastor in Rödinghausen / Bieren war, einziehen. Im Konfirmandensaal fanden die Frauenhilfsstunden statt. Ab dem Zeitpunkt leitete Pastor Clausen im Wechsel mit Schwester Luise Wäscher die Frauenhilfe Bieren. Pastor Clausen war zuständig für aktuelle Themen während Schwester Luise die Bibelstunden hielt. Diese Zeit ist den heute älteren Mitgliedern noch sehr gut in Erinnerung.
Zur Gründungszeit war die alleinige Aufgabe der Frauenhilfe die praktische Nächstenliebe. Die Anforderungen an die Frauenhilfe der Gegenwart sind andere. Für alle hilfebedürftigen Menschen wurden inzwischen soziale Einrichtungen geschaffen. Dazu gehören, um hier nur einige zu nennen, der Landesverband der Evangelischen Frauenhilfe, das Diakonische Werk, der Johanniterorden und Einrichtungen in Bethel. Die Frauenhilfe unterstützt diese Einrichtungen, indem Ausflüge dorthin unternommen werden. Je ein Ganztagsausflug und ein Halbtagsausflug pro Jahr. Zum Beispiel: Frauenwohnheim Wengern, eine Einrichtung mit Werkstatt für Behinderte und landwirtschaftlichem Betrieb
Geistliches Rüstzentrum Krelingen
Wittekindshof in Volmerdingsen und Schloss Uhlenburg in Löhne Menninghüffen
Eckardsheim in Bethel
Ledder - Werkstätten in Tecklenburg
Johanniter Ordenshäuser in Bad Oeynhausen
SOS Kinderdorf in Schwalenberg (Hermann Gmeiner)
Landesverband des Diakonischen Werkes in Münster
Tagungsstätte des Landesverbandes der Evangelischen Frauenhilfe in Soest
Frauenkurheim in Bad Driburg (durch Kauf von Karten zu Muttertag wurden Müttergenesungsheime der Evangelischen Frauenhilfe unterstützt)
Diakonische Einrichtung für Männer in Freistadt (von Frauen unserer Frauenhilfe wurden Strümpfe gestrickt und als Geschenke übergeben)Allen hier genannten und auch weiteren Einrichtungen hat die Frauenhilfe in den vergangenen Jahren durch Kauf von Handarbeiten, Holz- und Korbwaren, Grußkarten, Taschentüchern, Decken und auch durch Geldspenden geholfen.
1952-1953 wurde unter Leitung von Pastor Clausen mit Unterstützung durch Frau Stupperich der „Jüngere Frauenkreis“ gegründet. Ab 1957 wurde er umbenannt in Abendkreis der Frauenhilfe Bieren. So wurde den Frauen mit Kindern die Möglichkeit geboten, in Gemeinschaft mit Gleichgesinnten neben der Bibelarbeit auch Gespräche über aktuelle Themen zu führen. Interessante Ausflüge wurde angeboten. In guter Erinnerung ist eine 2-tägige Fahrt nach Holland geblieben. Amsterdam mit Grachten-fahrt und Besichtigung des Flughafens Schiphol standen auf dem Programm - In den fünfziger Jahren eine echte Attraktion für die Frauen vom Lande -.
Alle 14 Tage treffen sich, auch heute noch, die Frauen des Nachmittags- und Abend-kreises im Gemeindehaus Bieren „ einem Haus aus lebendigen Steinen“.
1974 wurde Pastor Clausen in den Ruhestand verabschiedet und Pastor Bartmann übernahm die Leitung der Frauenhilfe unter Mithilfe seiner Frau. Ihre Heimat war der Kreis Minden- Lübbecke, so wurde der nächste Ausflug zur Schachtschleuse nach Minden mit Schleusung von ihnen organisiert. Nachdem Pastor Bartmann 1978 unsere Gemeinde verlassen hatte, wurde Frau Irmgard Maschmann 1979 durch Pastor Stumpf und Frau Waltemate (Leiterin der Frauenhilfen für den Kirchenkreis Herford) als Leiterin für beide Kreise eingesetzt. Sie nahm die Fäden in die Hand und war Herrn Pastor Dr. Vattakattussery, der von 1979-1994 Pfarrer in Bieren war, eine große Hilfe. Im Nachmittagskreis hatte auch Frau Vattakattussery ihren Platz an der Seite ihres Mannes. Das Vorlesen war ihre Aufgabe.
Während seiner Dienstzeit hat die Frauenhilfe Bieren die Patenschaft für ein Kind in Indien übernommen. Auch Ausflüge wurden, wie gewohnt, geplant und durchgeführt.
Frau Maschmann knüpfte Kontakte mit Referenten und Referentinnen und lud sie ein, im Nachmittags- und Abendkreis über interessante Themen zu berichten. Eingeladen wurden unter Anderen:Herr Pelz von der Erwachsenenbildung des Kirchenkreises
Frau Irmgard von Bodelschwingh Bericht über ihre Arbeit „Zukunft Tschernobyl“, Spende für ein Umsiedlungsprojekt in Weißrussland
Frau Ursula Höhner Bericht über die Frauenarbeit des Gustav-Aldolf-Werkes, Spende für diese Frauenarbeit
Frau Mira von Mach Bericht über die Arbeit der Frauenberatungsstelle „Nadeschda“, Spende für die Opfer von Menschenhandel
Frau Lianne Holtmann Bericht über das Frauenleben in Indonesien (im Anschluss an einen Besuch der Karo-Batak-Kirche auf Sumatra)
Pastor Moning Bericht über Indonesien nach der Flutkatastrophe, Spende für die Flutopfer in Banda-Aceh im Norden Sumatras
Mehrmals eingeladen wurde Herr Lange mit Berichten über die Arbeit des Diakonischen Werkes. Pfarrer i.R. Martin Rüter war ein beliebter Gast. Er verstand es, nicht nur einen Vortrag zu halten, sondern die Frauen zur Mitarbeit anzuregen.
1994 wurde Pfarrer Dr. Vattakattussery in den Ruhestand verabschiedet und Pastor Tebbe wurde Pfarrer in Bieren. Es wurden und werden umfangreiche Bildungsreisen vorbereitet und durchgeführt, um miteinander zu lernen, Informationen zu erhalten und Erfahrungen auszutauschen. Gerne wurden auch Mitglieder anderer Kirchengemeinden eingeladen, an diesen Reisen teilzunehmen. So entstand Gemeinschaft mit Frauen aus benachbarten Frauenhilfsgruppen. Folgende Studienreisen wurden inzwischen durchgeführt und sind in guter Erinnerung geblieben:Spreewald und Berlin bald nach der Wiedervereinigung
Ostschweiz – Nesslau – Kloster Einsiedeln
Norddeutsche Backsteingotik mit Insel Rügen und Mecklenburg-Vorpommern
Herrnhut (Brüdergemeine – Ziehung der Tageslosungen – Herrnhuter Sterne)- Dresden mit Frauenkirche – Elbsandsteingebirge – Meißen
Berlin (Glöckner von Notre Dame)- Nikolaiviertel – Potsdam und anderesJedes Jahr in der Adventszeit feiert die Frauenhilfe Bieren ihre Adventsfeier. Als Ehrengäste gehören die Frauen des Flötenchores der Landfrauen aus Bünde mit dazu. Sie tragen mit ihrem Flötenspiel zur musikalischen Unterhaltung bei. Auch Frau Knüll aus Herford, die bei den Frauenhilfstreffen für die musikalische Begleitung am Klavier sorgt, durfte als Ehrengast nicht fehlen. Im Zusammenhang mit der Adventsfeier sollte eine Spende für die im letzten Jahr erworbenen, geschnitzten Krippenfiguren nicht unerwähnt bleiben. Sie werden zur Adventsfeier aufgestellt und tragen dazu bei, den eigentlichen Sinn der Vorweihnachtszeit nicht zu vergessen.
„Sichtbar – Unverzichtbar“ ist das Motto der Evangelischen Frauenhilfen. Sie übernehmen einen großen Teil der ehrenamtlichen Arbeit. Eine wichtige Aufgabe übernehmen in unserer Gemeinde die Bezirksfrauen. Sie verteilen seit Jahren den Gemeindebrief „Monatsgruß“ und übernehmen die Sommer- und Adventssammlung für das Diakonische Werk. In der letzen Woche vor Weihnachten besuchen sie einsame und kranke Gemeindeglieder mit der Weihnachtsgabe der Evangelischen Frauenhilfe Deutschland und einem Weihnachtsgruß von Pfarrer Tebbe.
Einen Blick über den Tellerrand hinaus bedeuten die Jahrestreffen mit den Frauenhilfen Westkilver und Rödinghausen. Sie werden abwechselnd von den Gruppen ausgerichtet. Zu den Jahresfesten in Bieren wurden in der Vergangenheit eingeladen:Pfarrerin Antje Lütkemeier
Synodalassessorin und Pfarrerin in Spenge Brigitte Janssen Zu den Aufgaben der Frauenhilfe gehört auch die Vorbereitung der Weltgebetstags-gottesdienste. Zusammen mit den Frauenhilfen Westkilver und Rödinghausen wurde bis 1998 der Weltgebetstagsgottesdienst in der Bierener Kirche gefeiert. Dazu wurden Pfarrerin Birgit Reiche aus Soest, Pfarrerin Anja Vollendorf aus Soest sowie Pastorin im Entsendungsdienst Katja Okun-Wilmer aus Bünde eingeladen. Seit 1999 wird der Gottesdienst zum Weltgebetstag abwechselnd in der Bierener und der Dünner Kirche gefeiert. Ein Zeichen guter nachbarschaftlicher Zusammenarbeit, das hoffentlich auch für die Zukunft beibehalten wird.
Diese Zeitreise durch die nunmehr 100-jährige Geschichte der Frauenhilfe Bieren zeigt ganz klar, das neben den gemütlichen Kaffeekränzchen im Gemeindehaus, die Frauenhilfe
„Sichtbar – Unverzichtbar“ ist.
(Gerhard Tebbe)
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Pastor Backer stellt sich vor:
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13. Juni 2005
Liebe Kirchengemeinde Rödinghausen!
Ein paar Geburtstagsbesuche habe ich schon gemacht und auch schon ein Gemeindeglied zur letzten Ruhe begleitet. So haben schon einige von Ihnen einen Kontakt mit mir gehabt. Einige mehr werden in der Zeitung wahrgenommen haben: Aha, da kommt demnächst ein neuer Name in unserer Gemeinde vor.
Mit dem nebenstehenden Bild haben Sie zu diesem neuen Namen auch ein Gesicht. Ich heiße also Armin Backer und bin Baujahr 1963. Geboren und aufgewachsen bin ich in Ahlen (Westf.) und - ein Dorf weiter - in Heessen, einem nördlichen Stadtteil von Hamm. Dort habe ich im CVJM meine ersten Schritte im christlichen Glauben gemacht und mich im Posaunenchor an das Spielen der Trompete gewagt.
Mein Studium hat mich nach Münster und Bonn geführt. Durch Kommilitonen bin ich in Berührung gekommen mit einer evangelischen geistlichen Gemeinschaft, die ihren Begegnungsort in Aumühle im Südosten von Hamburg hat (www.ansverus-haus.de). Dieser Gemeinschaft bin ich vor gut 10 Jahren beigetreten. Wenn Sie mich in Zukunft im Gottesdienst erleben und den Eindruck haben: Der Pfarrer Backer hat aber Freude an der Gestaltung der Gottesdienste, dann hat das auch mit den schönen Gottesdiensten zu tun, die wir in dieser Gemeinschaft miteinander feiern.
Das Ende meines Studiums fiel in eine Zeit, in der die hohe Zahl der Theologiestudierenden zu Wartezeiten zwischen Examen und Vikariat führte. In meinem Fall waren das anderthalb Jahre, in denen ich im Gästehaus unserer Gemeinschaft und dem Martin-Luther-Bund in Erlangen mitgearbeitet und dadurch meinen Lebensunterhalt bestritten habe.
Das Vikariat hat meinen Lebensweg dann nach Ostwestfalen geführt. Diesen Teil meiner Ausbildung habe ich in Herford auf Stiftberg verbracht. In dieser Zeit habe ich auch meine Frau kennengelernt. Neben den zwei großen Kindern, die sie in die Ehe mit eingebracht hat, haben wir zwei gemeinsame Kinder von drei und anderthalb Jahren.
Nach dem zweiten Examen habe ich dann den größten Teil meiner Arbeit als Pfarrer im Probe-, bzw. Entsendungsdienst in Dünne geleistet. Zwischenzeitlich habe ich knapp zwei Jahre als Krankheitsvertretung auch in Ennigloh gearbeitet. In den nächsten Monaten arbeite ich gewissermaßen im Übergang: Einerseits habe ich noch einige Termine in Dünne in meinem Kalender stehen, für die ich Verantwortung trage. Andererseits habe ich bereits jetzt einige Termine in Rödinghausen und auch in Holsen-Ahle, wo ich für ein Jahr zwei Konfirmanden-Gruppen betreuen darf. Diese Situation führt dazu, daß ich in der nächsten Zeit noch nicht in den Gottesdiensten in Rödinghausen oder Bieren auftauchen werde. Das wird sich erst im Verlauf des September ändern, wenn die langfristig angenommenen Verpflichtungen vorbei sind.
Soweit einige Informationen zu meiner Herkunft und meiner aktuellen Situationen; weiteres wird sich in der nächsten Zeit ergeben und werden Sie im Gespräch mit mir erfahren können. Darauf freut sich:
Ihr Armin Backer, Pfarrer.
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Großes Interesse an der Gemeindeversammlung
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20. Mai 2005
Großen Anteil hat unsere Kirchengemeinde an der Gemeindeversammlung im Gemeindehaus Schwenningdorf am 20. Mai 2005 genommen. Vom Kirchenkreis Herford waren Herr Dr. Manfred Karsch und Herr Superintendent Gerhard Etzien zu Gast. Sie erläuterten zunächst die Pfarrstellenplanung im Kirchenkreis mit den Konsequenzen, die sich daraus für unsere Kirchengemeinde ergeben. Im Anschluss daran wurde in Nachfrage und Diskussion die Pfarrstellensituation erörtert.
Seit der Wahl von Pastor Jürgen Tiemann zum Superintendenten des Kirchenkreises Minden ist die erste Pfarrstelle unserer Kirchengemeinde unbesetzt. Dadurch sind wir als erste Gemeinde des Kirchenkreises Herford von den Kürzungsmaßnahmen betroffen, die auf der Kreissynode im letzten Sommer beschlossen wurden. Diese berücksichtigen die rückläufigen Gemeindegliederzahlen und das daraus resultierende Kirchensteueraufkommen. Danach wurden die Gemeindepfarrstellen aller Gemeinden einer Punktebewertung unterzogen, die sich vor allem an der Gemeindegliederzahl orientiert. Nach dieser Bewertung muss eine volle Pfarrstelle durch 100 Punkte ausgewiesen sein; steigt ihre Punktzahl über 110, wird sie erweitert; sinkt sie unter 90 Punkte, wird sie reduziert. Nach dieser Bewertung weisen die erste und zweite Pfarrstelle der Kirchengemeinde Rödinghausen mit etwa 3.850 Gemeindegliedern (Stand 2003) insgesamt 149 Punkte auf. Um beide Pfarrstellen wie gewohnt erhalten zu können, fehlen Punkte.
In Gesprächen der Kirchengemeinden Rödinghausen und Westkilver mit dem Kreissynodalvorstand wurde deutlich, dass in der Kirchengemeinde Rödinghausen aufgrund der Vorgaben der Pfarrstellensatzung der Kreissynode die erste Pfarrstelle nicht so ohne weiteres wieder voll besetzt werden kann. Aber die Gemeindegliederzahl der beiden Kirchengemeinden Rödinghausen und Westkilver ermöglicht es, im Falle der Zusammenarbeit insgesamt drei Pfarrstellen zu besetzen. Da das gegenüber der bisherigen Pfarrstellensituation in Rödinghausen und Westkilver mit 3 Pfarrern und einer ¾-Entsendungsdienststelle eine deutliche Reduktion bedeutet, wurde zunächst eine Lösung angestrebt mit zwei Pfarrern und zwei Pastoren im Entsendungsdienst mit jeweils einer ¾ Stelle. Es stellte sich dann allerdings in Abstimmung mit der Landeskirche heraus, dass dieses Modell für Rödinghausen nicht finanziert wird. So müssen die Gespräche zur Pfarrstellensituation in Rödinghausen neu aufgenommen werden.
Für den Übergang wird nun zunächst Pastor Armin Backer seinen Dienst in der Kirchengemeinde Rödinghausen aufnehmen. Er steht der Gemeinde schon in den nächsten Tagen zur Verfügung und wird dann gemeinsam mit Pastor Gerhard Tebbe seinen Dienst versehen. Pastor Backer ist aber zurzeit auch noch mit einer ¼ Stelle in der Region Ennigloh – Holsen – Ahle tätig.
Jedoch ist mit dieser Übergangslösung die Pfarrstellensituation noch nicht grundsätzlich geklärt. Es wurde auf der Gemeindeversammlung vielmehr deutlich, das bisher noch keine Entscheidung gefallen ist. So müssen die Verhandlungen der Kirchengemeinden Rödinghausen und Westkilver mit dem Kirchenkreis neu beginnen. Eine wesentliche Bitte der Gemeindeversammlung war, dass es derzeit in keinem Fall zu einer Aufhebung der Pfarrstelle kommen solle. Jedoch bereitet die deutlich zurückgehende Gemeindegliederzahl Sorgen; selbst bei den Lösungsmodellen, die durch eine Fusion oder Kooperation mit der Kirchengemeinde Westkilver vorerst den Erhalt von drei vollen Pfarrstellen ermöglichen würden.
So ist allein von 2003 auf 2004 die Punktzahl für die drei Pfarrstellen von 278 auf knapp 275 gefallen. Unterhalb von 270 Punkten kommt es nach 5 Jahren, spätestens nach 8 Jahren auch zur Reduzierung der dritten Pfarrstelle. Deshalb wurde auf der Gemeindeversammlung erneut angeregt, die Punkterweiterungsmöglichkeiten zu nutzen, die die Pfarrstellensatzung des Kirchenkreises vorsieht. Danach ist es durch die Verabschiedung einer Gemeindekonzeption, die einen Schwerpunkt der Gemeindearbeit in der Zusammenarbeit mit den Grundschulen und in der Seelsorge in den Altenheimen vorsieht, möglich, für Rödinghausen und Westkilver eine Erhöhung der Punktezahl um bis zu 25 Punkte zu erreichen.
Alle diese Überlegungen werden für die weitere Pfarrstellenplanung für Rödinghausen und Westkilver zu berücksichtigen sein. Superintendent Etzien machte allerdings deutlich, dass in jedem Fall ein Neubesetzung der dritten Pfarrstelle nur aus dem Kontingent der Pfarrer des Kirchenkreises Herford möglich ist, da von den 57 zur Zeit noch vorhandenen Pfarrstellen im Kirchenkreis bis zum Jahr 2008 viereinhalb Pfarrstellen einzusparen sind. Dies aber ist nur zu erreichen, wenn vakante Pfarrstellen ausschließlich intern mit Pfarrern des Kirchenkreises besetzt werden. (Gerhard Tebbe)
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Aktuelles 2006
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